Tipps für den Zahnarztbesuch

Vorbereitung zu Hause

Schon zu Hause können Sie den Zahnarztbesuch vorbereiten und Ihrem Kind helfen eine positive Grundeinstellung zu entwickeln. Mit dem Mund kann mach lachen, sprechen, pfeifen, küssen und essen. Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass im Mund Zähne sind und es ganz normal ist sich in diesem Bereich zu beschäftigen und den Ärzten zugänglich zu machen.

Als Eltern sollten Sie sich selbst nur positiv über eigene Zahnarzterfahrungen äußern. Fehlen Ihnen die positiven Erfahrungen, sollten Sie lieber nichts sagen. Negative Erzählungen anderer sollte Ihr Kind nicht ernst nehmen, sprechen Sie deshalb in Ruhe zu Hause darüber mit Ihm.

Erzählen Sie auch nicht viel über den Behandlungsablauf, damit Sie Ihrem kind nicht unnötig Angst einflößen. Wir erklären Ihrem Kind alles mit positiven Worten und in einer eigenen den Kindern verständlichen Sprache. Vermeiden Sie Wörter wie Spritze, bei uns gibt es nur Schlaftropfen. Wir bohren auch nicht, wir reinigen die Zähne mit unserer Zahndusche oder mit dem Zahnputzbesen. Sprechen Sie auch nicht über Schmerzen, wir bezeichnen dies ganz bewusst als “kitzeln”, “zwicken” oder “drücken”.

Streichen Sie bitte Belohnungsgeschenke! Der Stress beim Zahnarzt ist schon groß genug. Wenn Ihr Kind sich noch etwas verdienen muss, gerät es nur zusätzlich unter Druck. Außerdem entsteht bei Ihrem Kind der Eindruck, es muss etwas außergewöhnlich Schwieriges tun, weil es ja auch ein großes Geschenk bekommt. Der Zahnarztbesuch sollte aber etwas Normales sein. Wir belohnen Ihr Kind mit kleinen Geschenken.

Achten Sie auf Ihre Sprache, vermeiden Sie die Verneinungen. Statt “Hab keine Angst!”, versteht Ihr Kind “Hab Angst!”, oder “Das tut nicht weh!”, bedeutet für Ihr Kind ” Das tut weh!”. Unser Unterbewusstsein kennt keine Verneinungen.

 

Geduldsspiel

Es ist hilfreich, wenn Sie schon 10-15 min vor dem Termin in der Praxis sind, damit Ihr Kind in Ruhe ankommen, sich mit der neuen Umgebung vertraut machen und noch etwas spielen kann. Günstig ist immer ein Termin am Vormittag, da hier die Aufmerksamkeit am größten ist.

Bestärken Sie Ihr Kind, wenn es über 3 Jahre alt ist, alleine ins Behandlungszimmer zu gehen. Wenn Sie Ihr Kind begleiten, sollten Sie selbst in einer positiven Grundstimmung sein. Wenn Sie entspannt sind, dann ist auch Ihr Kind entspannt, da sich die Gefühle der Begleitperson auch ohne Sichtkontakt automatisch auf das Kind übertragen. Setzen Sie sich als Beobachter ins Behandlungszimmer.

Trotz aller Vorbereitungen ist ein Zahnarztbesuch für Ihr Kind neu und ungewohnt. Deshalb werden wir schrittweise vorgehen, um Ihr Kind behutsam an die Behandlung heranzuführen. Haben sie Geduld, auch wenn sich eine Behandlung einmal über mehrere Sitzungen erstrecken sollte.

Überlassen Sie dem Praxisteam die Führung Ihres Kindes, sie werden später mit einem Kinderlächeln dafür belohnt. Im Behandlungszimmer wird der Zahnarzt/die Zahnärztin direkt mit Ihrem Kind und nur mit Ihrem Kind reden. Die Aufmerksamkeit gilt uneingeschränkt dem Kind. Haben Sie dafür Verständnis, dass dort wenig auf Sie selber eingegangen werden kann. Lassen Sie Ihr Kind antworten, denn es soll im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Reden Sie erst nach Abschluss der Behandlung wieder mit Ihrem Kind und loben Sie es für die tolle Leistung. Lob stärkt das Selbstvertrauen und es macht mutiger. Nach der Behandlung können alle weiteren bzw. offenen Fragen mit dem Zahnarzt/der Zahnärztin geklärt werden.

 

Desensibilisierung

Die Desensibilisierung ist eine Probebehandlung die das Ziel hat, die zahnärztliche Behandlung auf eine kindgerechte spielerische Art und Weise kennzulernen.

Schwimmen oder Fahrrad fahren will gelernt sein, genauso die zahnärztliche Behandlung.

Wir nutzen die von Natur aus vorhandene Neugier und Offenheit der Kinder, unter Berücksichtigung der individuellen Persönlichkeit und Bedürfnisse.

Es passiert häufig, dass Kinder eine Behandlung abbrechen oder eine zweite Behandlung verweigern. Um dies zu vermeiden sollten Kinder auf kindgerechte Weise an die Behandlung herangeführt werden. Hierbei werden Instrumente erklärt, gezeigt und ausprobiert. Die eigentliche Behandlung wird in einer kindgerechten Sprache erklärt. Die Kinder lernen, dass der Mund jemand anderem zugänglich germacht werden muss, dass sich etwas bewegt und Wasser und Geräusche hinzukommen.

Auf diese Weise kann jedes Kind individuell an die zahnärztliche Behandlung herangeführt werden.

Um die Wartezeit zu verkürzen, können Sie sich den ersten Teil unseres Patientenbogens herunterladen und zum Termin ausgefüllt mitbringen.

icon Patientenbogen (PDF) (823.4 KiB)